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Lauf-ABC in Runden

Die Kinder laufen im Kreis oder entlang der Hallenwände – je nachdem, wie viel Platz ihr habt. Der Übungsleiter steht in der Mitte oder am Rand und ruft nach jeder Runde (oder alle halbe Runde) eine neue Laufform. Die Kinder wechseln dann sofort von ihrer aktuellen Bewegung zur neuen. Klingt easy, fordert aber ordentlich Konzentration und Koordination.
Wichtig ist, dass ihr nicht zu lange bei einer Laufform bleibt. Nach 20 bis 30 Sekunden darf gewechselt werden – sonst wird's langweilig oder einzelne Übungen werden zu anstrengend. Das Tempo sollte moderat sein, nicht Vollgas. Es geht ums Aufwärmen und Koordinieren, nicht ums Auspowern.

Spielablauf:
 

  1. Die wichtigsten Laufformen

    Es gibt unzählige Laufformen im Lauf-ABC, aber für Kinder im Turnunterricht reichen erstmal diese Klassiker. Sie sind technisch nicht zu kompliziert und machen trotzdem ordentlich was her:

    Kniehebelauf

    Die Knie werden beim Laufen richtig hochgezogen – idealerweise bis auf Hüfthöhe. Der Oberkörper bleibt aufrecht, die Arme schwingen aktiv mit. Das trainiert die Hüftbeuge-Muskulatur und ist ein super Aufwärmer für die Beine.
    Häufiger Fehler: Die Kinder lehnen sich zu weit nach vorne. Lieber aufrecht bleiben!

    Anfersen

    Genau andersherum: Die Fersen werden nach hinten in Richtung Po gezogen. Auch hier bleiben die Schritte kurz und schnell. Trainiert die hintere Oberschenkelmuskulatur und ist herrlich anstrengend, wenn man's richtig macht.
    Tipp: "Macht euch ganz klein!" hilft als Kommando oft besser als "Fersen zum Po!"

    Hopserlauf

    Auf einem Bein drei bis fünf Mal hüpfen, dann Bein wechseln. Ist ein bisschen wie beim Hinkespiel, nur eben im Laufen. Schult Balance und Kraft im Sprunggelenk.
    Variation: Immer nur einmal pro Bein hüpfen und schnell wechseln – das wird dann schon fast zu Skippings.

    Seitgalopp

    Seitwärts laufen wie ein Krebs – ein Bein zieht, das andere folgt. Erst ein paar Schritte nach links, dann nach rechts. Fördert die seitliche Koordination, die bei normalen Laufbewegungen nicht so gefragt ist.
    Wichtig: Beide Richtungen üben! Sonst wird's einseitig.

    Rückwärtslaufen

    Klingt simpel, ist aber tückisch. Rückwärts laufen fordert die Koordination richtig und die Kinder müssen aufpassen, nicht zusammenzustoßen. Lieber etwas langsamer und dafür kontrolliert.
    Sicherheit: Vorher klarmachen, dass alle nach hinten gucken und aufpassen müssen!

    Hampelmann-Lauf

    Beim Laufen alle paar Schritte einen Hampelmann machen – Arme und Beine gleichzeitig zur Seite. Macht Spaß, sieht lustig aus, und bringt den ganzen Körper in Bewegung.