Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?

Ein Kind ist der Fischer und steht auf der einen Seite, alle anderen auf der anderen. Dann kommt der berühmte Ruf: „Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?“ – und schon geht’s los. Was so simpel klingt, sorgt für jede Menge Action, Gekicher und schweißtreibende Verfolgungsjagden. Und das Beste: Man braucht nichts außer ein bisschen Platz.

EigenschaftDetails
Alter5-11 Jahre
Spieleranzahl5-30 Kinder
Dauer10-15 Minuten
MaterialNichts! (evtl. Markierungen für Linien)
OrtTurnhalle, Schulhof, Wiese, Spielstraße
IntensitätMittel-Hoch

So geht’s

Fischer, Fischer wie tief ist das Wasser

Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?

Der Klassiker für drinnen und draußen

Spielablauf:
 

  1. Ihr braucht zwei Linien, die ungefähr 10 bis 15 Meter auseinander liegen. In der Halle könnt ihr einfach die Seitenlinien nehmen, draußen mit Kreide malen oder Hütchen aufstellen. Ein Kind wird zum Fischer bestimmt und stellt sich an eine der beiden Linien. Alle anderen Kinder stehen gemeinsam an der gegenüberliegenden Linie.
  2. Der Dialog

    Jetzt kommt der klassische Ruf-und-Antwort-Teil, der dem Spiel seinen Namen gibt:
    Alle Kinder: "Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?
    "Fischer: "Drei Meter tief!" (oder jede andere Zahl)
    Alle Kinder: "Wie kommen wir rüber?"
    Fischer: "Mit Hüpfen!" (oder eine andere Bewegungsart)
  3. Die Überquerung

    Sobald der Fischer die Bewegungsart genannt hat, müssen alle Kinder versuchen, auf die andere Seite zu gelangen – und zwar genau in der vorgegebenen Art. Haben sie "Hüpfen" gesagt, wird gehüpft. Haben sie "Rückwärtslaufen" gesagt, wird rückwärts gelaufen. Keine Ausnahmen!
    Währenddessen versucht der Fischer natürlich, möglichst viele Kinder zu fangen. Er darf sich dabei frei bewegen, muss sich also nicht an die vorgegebene Bewegungsart halten. Wer gefangen wird, wird in der nächsten Runde selbst zum Fischer.
  4. Die nächste Runde

    Alle, die es auf die andere Seite geschafft haben, drehen sich um und bleiben dort stehen. Jetzt sind die Gefangenen die neuen Fischer. Es gibt also nicht mehr nur einen Fischer, sondern mehrere! Das macht es natürlich schwerer, beim nächsten Mal durchzukommen.
    Der Dialog beginnt von vorne: "Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?" – und alle Fischer antworten gemeinsam (oder einer spricht für alle). Dann geht's wieder rüber, neue Kinder werden gefangen, und so weiter.
  5. Spielende

    Das Spiel endet, wenn nur noch ein Kind übrig ist – das ist dann der Gewinner und darf in der nächsten Runde als erster Fischer starten. Oder ihr spielt einfach mehrere Runden und wechselt immer mal durch, wer anfangen darf.

Bewegungsarten – je kreativer, desto besser

Der Witz am Spiel ist ja, dass der Fischer immer neue, lustige Bewegungsarten ausdenken kann. Hier ein paar Klassiker, die immer gut ankommen:

Die Basics: Hüpfen, Rennen, Gehen, Rückwärtslaufen, Seitwärtslaufen, Krabbeln, Robben

Auf einem Bein: Hüpfen auf dem linken Bein, hüpfen auf dem rechten Bein, abwechselnd hüpfen

Lustige Gangarten: Wie ein Frosch springen, wie eine Krabbe seitwärts laufen, wie ein Pinguin watscheln, wie ein Storch staksen, wie eine Schlange schlängeln

Mit Drehungen: Laufen und sich dabei ständig im Kreis drehen, alle drei Schritte einmal komplett umdrehen

Ganz langsam: In Zeitlupe laufen (besonders gemein, weil man dann ewig braucht!)

Mit geschlossenen Augen: Für Mutige – aber nur wenn genug Platz ist und keine Stolpergefahr besteht

Was lernen die Kinder dabei?

Fischer Fischer sieht nach reinem Spaß aus – und das ist es auch! Aber nebenbei trainiert es jede Menge wichtiger Fähigkeiten. Die Kinder üben verschiedene Bewegungsformen, was super für die Koordination ist. Auf einem Bein hüpfen, rückwärts laufen, im Krebsgang seitwärts – all das fordert den Körper anders als normales Rennen.

Dazu kommt die Reaktionsschnelligkeit. Sobald die Bewegungsart genannt ist, müssen alle gleichzeitig loslaufen und dabei aufpassen, nicht gefangen zu werden. Sie lernen, schnell Entscheidungen zu treffen: Laufe ich direkt los oder warte ich noch einen Moment? Gehe ich links am Fischer vorbei oder rechts?

Und natürlich ist es herrliches Ausdauer-Training. Nach drei, vier Runden sind alle ordentlich aus der Puste – perfekt als Aufwärmspiel oder um überschüssige Energie loszuwerden!

Häufige Probleme

Zu wenig Platz: Mit nur fünf Metern Abstand zwischen den Linien wird’s zu einfach. Die Kinder sind in drei Sekunden drüben und kaum jemand wird gefangen. Lieber mindestens 10, besser 15 Meter Abstand nehmen.

Zu viele Fischer am Ende: Wenn nach zwei Runden schon 15 Fischer gegen 3 Kinder antreten, wird’s frustrierend für die letzten Übrigen. Dann lieber zwischendurch neu starten oder die Rettungs-Variante spielen.

Streit ums Fangen: „Du hast mich gar nicht erwischt!“ – kommt ständig vor. Am besten vorher klarmachen: Auch nur kurzes Berühren zählt als gefangen. Und im Zweifelsfall entscheidet schnell ein Erwachsener, damit’s zügig weitergeht.

Immer die gleichen Bewegungsarten: Wenn zehnmal hintereinander „Rennen“ kommt, wird’s langweilig. Als Übungsleiter kannst du die Fischer ermutigen, mal was Neues auszuprobieren. Oder du gibst selbst Vorschläge.

Wann einsetzen?

Fischer Fischer ist das ideale Aufwärmspiel. Es bringt alle in Bewegung, sorgt sofort für gute Stimmung und braucht null Vorbereitung. Nach der Pause, wenn die Gruppe noch etwas träge ist, funktioniert’s perfekt.

Auch als Pausenfüller zwischen anderen Aktivitäten ist es super. Habt ihr gerade eine ruhige Phase hinter euch und die Kinder brauchen dringend Bewegung? Zehn Minuten Fischer Fischer, und alle sind wieder wach und fokussiert.

Draußen bei gutem Wetter ist es sowieso ein Klassiker. Auf der Wiese, auf dem Schulhof, im Park – überall wo genug Platz ist, funktioniert’s einwandfrei. Und wenn’s mal regnet, macht’s in der Turnhalle genauso viel Spaß.

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